
Das beste (deutsche) Lightroom Buch - Durchschnittlich 5.000 Fotografien kommen bei mir im Monat zusammen (aber auch schon mal 15.000 in der Spitze). Mit Lightroom arbeite ich seit der 1.0 Beta (August 2006) und habe zuerst auf englisch, später auch auf deutsch, die Bücher von Mikkel Aaland, Scott Kelby und Martin Evening gelesen. Andere (Steinmüller und andere) hatte ich im Buchladen in der Hand, sie entsprachen nicht meinem Geschmack.Evenings Buch ist das fundierteste und gründlichste Buch über Lightroom - insbesondere der Entwickeln-Teil (Develop-Module in Lightroom) wird mit deutlich über 100 Seiten ausführlich und gründlich an vielen gut gemachten Beispielbildern besprochen. Für mich liegt in diesem Modul Lightrooms der Hauptreiz (=Alleinstellungsmerkmal) dieser Software, deshalb schätze ich Evenings Buch so sehr.Auch der Teil über das Drucken geht an den (wenigen) entscheidenden Stellen sehr ins technische Detail - genau dort, wo es vei mir intuitiv zu falschen Ergebnissen geführt hätte, wenn er die Tipps nicht geschrieben hätte. Konkret meine ich hier beispielsweise, wann (bei welchen Druckermodellen) es richtig ist, das Druckmanagement dem DRUCKER zu überlassen, während der goldenen Grundsatz genau andersherum ist.Ein Schwachpunkt bei allen mir bekannten Lightroom Büchern ist der Bibliotheksteil - hier ist Peter Krogh s Buch zur Photoverwaltung einfach ungeschlagen.Für einen Einsteiger in Lightroom (Prosumer) kan Scott Kelby s Buch zu LR inspirierender sein, Evenings Schreibe ist da mehr matter-of-fact . Mit diesem Buch ist also vor allem dem (fortgeschrittenen) Poweruser geholfen.5 Punkte hätte ich vergeben, wenn das Buch (noch) etwas umfangreicher ausgefallen wäre.
Endlich mein Bibliotheksproblem gelöst - Ich hatte Jahre lang das gleich Problem wie so viele Photografen, die irgendwann auf digital umgestiegen sind: mein analog-Archivierungssystem funktionierte nicht für digitale Bilder und ich hab einfach auf dem Rechner gesammelt und gesammelt, bis es in die Gigabytes ging und ich keinen Überblick mehr hatte. Trotz Ordnern und Namen. Das war einfach zu viel. Hab dann edliche Lösungen probiert: exifer, AcDSee bis hin zu Thumbs Plus, aber alles wurde nur noch chaotischer und ich war am verzweifeln. Dann kam Lightroom und ich war skeptisch, sind doch die kosten für Photoshop und Co, schon immens. Als bin ich mal andersrum ran, hab mir erst ein Buch gekauft, um zu sehen, was die Software kann. Mehr oder weniger zufällig bin ich dabei auf Evening und sein Lighroom-Buch gestoßen - überzeugt hat mich, dass er an der Entwicklung beteiligt war und das original-Buch sehr gut bewertet wird.Zuesrt war isch überrascht, wie grundlegend Evening an die digitale Fotografie rangeht, von Weißabgleich bis hin zu Belichtung legt er die Basis. Nach anfänglichem Naserümpfen über den Anfängerstoff, hat mich die Integration dieses Basiswissens mit Lightroom dann doch überzeugt. Lightroom selbst hab ich damit wirklich von der Pieke auf gelernt, ziemlich viel Praxisbezug und gute Beispiele, alles sauber und übersichtlich aufgebaut. Mein Archivprobelm hab ich jetzt im Griff und darüber hinaus nutze ich auch die zahlreichen anderen Funktionen von Lightroom (inzwischen gekauft) wie etwa zu RAW.Zuerst das Buch und dann das Programm haben mich überzeugt und es hat sich als gute Kombination erwiesen.
Ein muss, wenn man Lightroom muss - Komme aus der OpenSource-Ecke und hab bsiher mit GIMP und Co. gearbeitet - meine Berührungspunkte mit Photoshop und dem ganzen CS3-Overkill waren gelinde gesagt gering.Nun hab ich nen neuen Job und da muss ich Photoshop und Co. anfassen, blieb mir also nichts anderes übrig als mich einzulesen und zwar schnell. Also Stapel Bücher (auf Arbeitgeberkosten) bestellt, durchgeschaut und mich für den Evening entschieden. Weil:* sehr praktisch und konkret an Lösungen orientiert* der Mann Ahnung hat und das gut darstellen kann* er sich ein Herz nimmt und auch Sachen weglässt, weil man nicht immer alles wissen mussZumindest was Lightroom betrifft, kann ich jetzt CS3 ganz gut kitzeln ,-)
Von der Quelle - Evening sitzt quasi bei Adobe an der Quelle für Infos rund um Lightroom und er kann schreiben: eine sehr glückliche Zusammenkunft in meinen Augen, die in gelungenes Ergebnis hervorgebracht hat. Evenings Buch ist detailreich und umfassend und dabei durchtränkt von seinem fotografischen Erfahrungsverständnis. Näher dran geht kaum.
Oberflächlich und nicht aktuell - Für Leute die von Lightroom noch keine Ahnung haben, wäre das Buch ja nützlich, wenn es wenigstens aktuell wäre, wie auf dem Umschlag versprochen. Die, die bereits mit Lightroom gearbeitet haben und weitergehende Informationen suchen, sind mit diesem Buch allerdings schlecht bedient. Ich gebe zu, ich habe es nicht durchgelesen, denn ich arbeite schon länger mit Lightroom und das Geschriebene hat mich gelangweilt. Es ist ähnlich aufgebaut wie die Adobe Online-Hilfe mit mehr Bildern, nämlich nach dem Schema: wenn du A willst, dann drücke den Knopf für A. Dafür brauche ich kein Buch. Interessanter wäre es, zu erfahren warum man etwas so macht, was die Vor- und Nachteile sind. Z.B. wie man die verschiendenen Filterfunktionen sinnvoll benutzt oder wie man ein Stichwortsystem aufbaut. Das wären nützlich Anregungen für den eigenen Gebrauch. Kurz, mir fehlt das Konzeptionelle in diesem Buch, für das Offensichtliche brauche ich kein Buch.Wenn es etwas Hintergrundinformationen gibt, dann höchstens im Anhang und dort bleibt Martin Evening unkonkret, vor allem wenn s um den PC und nicht den Mac geht. Auf dem Umschlag steht ab Version 1.2, jedoch scheint der gesamte Anhang noch auf dem Stand von Version 1.0 zu sein, er redet noch von lrdb-Dateien, die bereits in 1.1 in Katalogdateien (Endung lrcat) geändert wurden. Wohl einer der wichtigsten Änderungen in Version 1.1. Auch ärgert mich, dass Herr Evening die Schwächen, Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten von Lightroom völlig ignoriert. Dass es davon genug gibt, zeigt die Frequentierung des Adobe Online-Forums. Wenn man eine Online-Aktualisierung des Buches haben möchte, muss man sich erst namentlich und email bei Addison-Weseley registrieren.